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Mobiles Arbeiten

Mit der zunehmenden Verbreitung mobiler Endgeräte werden auch Firmendaten im Geschäftsalltag zunehmend unterwegs genutzt. Die Geräte sollten deshalb gut geschützt werden.

Mann mit Laptop
© iStockphoto.com/ PeskyMonkey

Der Marktanteil von Smartphones, Tablet-PCs und anderen mobilen Endgeräten wächst signifikant von Jahr zu Jahr. Etwa 20 Millionen Smartphones sind derzeit in Deutschland im Einsatz. Immer mehr Beschäftigte nutzen mobile Endgeräte im geschäftlichen Alltag von unterwegs aus und greifen damit extern auf das Firmen-Netzwerk zu. Zudem versenden sie berufliche E-Mails mit Hilfe mobiler Endgeräte. Das bringt neben vielen Vorzügen auch neue Sicherheitsrisiken mit sich.

Die Chancen dieser neuen Technologie sind viel versprechend. Um sie zu nutzen, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen seiner Technologieaktivitäten bereits 2006 das Förderprogramm "SimoBIT - sichere Anwendung der mobilen Informationstechnik (IT) zur Wertschöpfungssteigerung in Mittelstand und Verwaltung" gestartet und erfolgreich Ende 2010 beendet. In mehreren Modellprojekten wurden mit der Förderinitiative innovative Anwendungsmöglichkeiten mobiler Endgeräte aufgezeigt und Verfahren für mehr IT- und Informationssicherheit entwickelt und erprobt. Zudem wurden im Rahmen von SimoBIT zentrale Gemeinsamkeiten für die Erhöhung der IT-Sicherheit bei mobilen Geschäftsanwendungen herausgearbeitet und in einem Leitfaden zusammengestellt. Dazu gehören auch spezielle Checklisten für mobile IT-Anwendungen in kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie öffentlichen Verwaltungen.

Apps nicht unüberlegt installieren

Gefahren können von unseriösen Apps ausgehen. Die kleinen, scheinbar nützlichen Programme für mobile Endgeräte enthalten teilweise schadhafte Codes. Sie sollten deshalb grundsätzlich nur herunter geladen werden, wenn sie einen Nutzen im Geschäftsalltag bringen. Außerdem sollten die Nutzerinnen und Nutzer vor dem Download stets prüfen, ob sie von einem vertrauenswürdigen Anbieter stammen. Onlinerezensionen können dabei eine erste Orientierungshilfe bieten. Aber auch hier ist Vorsicht geboten und der vertrauenswürdige Hintergrund zu hinterfragen.

Verbindungen verschlüsseln

Um die Risiken zu minimieren, sollten Bluetooth und WLAN nur aktiv sein, wenn der Besitzer die Verbindungen gerade benötigt. Benutzer und Benutzerinnen sollten außerdem nur durch WPA oder besser WPA-2 verschlüsselte WLAN-Verbindungen in Anspruch nehmen. Tauschen Beschäftigte sensible Daten auf Smartphones oder Notebooks über mobile Netzwerke aus, sollten sie das über ein durch VPN- oder SSL-Protokolle verschlüsseltes Netzwerk tun.

Nutzerinnen und Nutzer sollten in jedem Fall die verfügbaren Sicherheitseinstellungen des mobilen Telefons verwenden. Dazu gehört der Schutz des Gerätes durch die Einstellung einer automatischen Sperrung, verbunden mit einem starken Kennwort. Dieses sollte aus einer scheinbar sinnfreien Kombination von mindestens acht Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen bestehen. Wer kann schon ausschließen, dass er jemals sein Smartphone verlieren wird oder dass dieses geklaut wird? Auch Notebooks und Tablet-PCs sollten immer durch ein sicheres Systempasswort geschützt sein. Wenn das Gerät nicht genutzt wird, sollte man es grundsätzlich sperren, selbst wenn die Arbeitspausen nur kurz sind.

Das Smartphone ist keine externe Festplatte

Wer auf seinem Smartphone Unternehmensdaten verwahrt, sollte regelmäßig Sicherungskopien auf einem Firmencomputer erstellen. Sensible Daten, wie Kundeninformationen oder Geschäftsgeheimnisse, sollten zudem verschlüsselt werden. So wird der mögliche Schaden bei Verlust oder Diebstahl minimiert. Wenn der Ernstfall dennoch eintritt und das Smartphone in die falschen Hände kommt, gibt es unter Umständen Softwarelösungen zur Datenlöschung aus der Ferne.


Wussten Sie, dass...

etwa 20 Millionen Smartphones in Deutschland im Umlauf sind? Immer mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wollen diese auch zum Arbeiten einsetzen.

Initiativen

Hier finden Sie Initiativen, die Sie bei Sicherheitsfragen zum mobilen Arbeiten unterstützen. mehr