Auf einem Tablet-PC erscheint ein Wolkenbild. Auf ihm liegt ein Taschentuch, auf dem ein Cloud Computing Konzept skizziert ist

© iStock/Bill Oxford

Cloud Computing bezeichnet die Nutzung von IT-Ressourcen über das Internet. Dabei werden Daten nicht lokal auf dem eigenen PC abgelegt. Sie befinden sich an einem beliebigen anderen Ort, der oft mit einer Datenwolke ("Cloud") illustriert wird. Daraus hat sich der Begriff "Cloud Computing" entwickelt.

Für Unternehmen bietet dieses Vorgehen in vielen Fällen Vorteile: Sie binden weniger Kapital in Hardware und Software-Lizenzen und erhalten trotzdem eine hochflexible Infrastruktur, die jederzeit an neue Anforderungen angepasst werden kann. Sie übertragen Installation und Wartung ihrer IT-Systeme an Spezialisten und können sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Ein weiterer Vorteil ist, dass von unterschiedlichen Orten und unterschiedlichen Personen auf die gleichen Daten zugegriffen werden kann. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können somit auch unterwegs mit mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets Firmendaten verarbeiten.

Beim Cloud Computing wird zwischen verschiedenen Konzepten unterschieden. Im Fall von "Infrastructure-as-a-Service" (IaaS) können Nutzer über das Internet direkt auf einzelne virtuelle Ressourcen zugreifen, z.B. Speicher, Server, Netzwerkkomponenten. "Software-as-a-Service" (SaaS) erlaubt es Nutzern, Software-Anwendungen über das Internet zu nutzen, ohne diese auf ihrem PC zu installieren. "Platform-as-a-Service" (PaaS) ist vor allem für Entwickler interessant, die gemeinsam Programme über das Internet entwickeln und anbieten wollen.

Grundregeln des Cloud Computing

Die Übertragung der Daten sollte beim Cloud Computing stets über eine verschlüsselte Verbindung erfolgen. Bei besonders sensiblen Informationen ist besondere Vorsicht geboten: Es sollten nur spezialisierte Cloud-Anbieter genutzt werden, die an die Erfordernisse der Art der Daten bzw. der jeweiligen Branche angepasst sind.

Außerdem gelten die grundlegenden Regeln für sichere IT-Nutzung (siehe hierzu auch „Organisation der IT-Sicherheit“).Das bedeutet unter anderem, dass Passwörter sicher sein müssen und regelmäßig geändert werden sollten. Auch auf eine gute Datensicherung ist zu achten (mehr Informationen erhalten Sie unter „Datenschutz und Datensicherheit“). Seriöse Anbieter von Cloud Computing sichern die Daten meist mehrfach ab. Ein regelmäßiges lokales Backup bietet zusätzlichen Schutz. Dieses ermöglicht es darüber hinaus, auch bei unterbrochener Internetverbindung auf Daten zuzugreifen.

Die Richtige Auswahl des Cloud-Anbieters

Cloud Computing gilt bereits als einer der größten Wachstumstreiber in der IT Branche.

Um die Sicherheit von Daten in einer Cloud zu gewährleisten, müssen sich Unternehmen gründlich über den Anbieter und dessen Dienstleistungen informieren. Fehlt in einem Betrieb das notwendige Know-how zur Beurteilung, gibt es Beratungs- und Informationsangebote, die hierfür genutzt werden können, um rechtliche Risiken und ihre möglichen wirtschaftlichen Folgen zu vermeiden.

Solche Angebote bietet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) für die Entwicklung von Cloud Computing an: Seit 2015 durch den Verein „Kompetenznetzwerk Trusted Cloud e. V.“ (KN TC) als neutrales, branchenübergreifendes Forum, das die Erfahrnugen und anforderungen von Cloud-Anbietern und Cloud-Anwendern zusammenführt. Im Zentrum steht die Entwicklung und Erprobung innovativer, sicherer und rechtskonformer Cloud-Lösungen für den Mittelstand und den öffentlichen Sektor. Transparenz und Vertrauen in Cloud-Technologien werden durch Transfer von anwenderorientiert aufbereitetem Wissen rund um Cloud Computing und durch Listung von geprüften Cloud-Anwendungen geschaffen. Anwender erhalten neben praktischen Informationen, Anwendungshilfen und Best Practice-Beispielen einen anbieterunabhängigen Überblick über bestehende Gütesiegel und Zertifikate sowie Einsicht in die für die Label-Vergabe zugrunde liegenden Kriterien und Mindestanforderungen. Dies ermöglicht Anwendern nachzuvollziehen, wie die Anforderungen durch den jeweiligen Cloud-Dienst nachgewiesen wurden.

Mit dem IT-Sicherheitsnavigator können Sie sich über weitere Unterstützungsangebote in Ihrer Region informieren.